Festival der Sandskulpturen unweit der Pension ANKER

Im Ostseebad Binz auf Rügen, nur ein paar hundert Meter von der Pension ANKER entfernt, findet jedes Jahr von März bis November eine beeindruckende Ausstellung und Festival statt, bei der Skulpturen und Gebilde aus Sand kreiert und geformt werden. Nicht nur bei schlechtem Wetter ist die Ausstellung durch die Vielfältigkeit der Motive für die ganze Familie geeignet. Dabei versammeln sich Teams aus der ganzen Welt, um die aufwendigen und kunstvollen Gebilde aus Sand zu formen. Das Sandskulpturen-Festival hat bereits eine 10 jährige Tradition und wird auf einer Fläche von fast 6.000 Quadratmeter ausgerichtet. Damit gilt die Ausstellung als die größte überdachte Sandskulpturenschau der Welt.

Herstellung von Sandskulpturen – eine ‚Wissenschaft‘ für sich

Wer denkt, man könne für die Erstellung der Sandskulpturen den Ostseesand vor Ort verwenden, der ist auf dem Holzweg. Jeder Urlauber, der am Binzer Ostseestrand schon mal eine Sandburg gebaut hat, der merkt ganz schnell, dass diese keine lange Lebensdauer hat. Die Sandburg fällt nach kurzer Zeit in sich zusammen. So angenehm, wie sich der feine Sand in der Binzer Ostsee-Bucht unter den Füßen anfühlt - für die Herstellung von aufwendigen und filigranen Sandskulpturen ist er nur mäßig geeignet. Die Sandkörner sind zu glatt und abgeschliffen durch den Wind und die Wellen der Ostsee. Für das Sandskulpturen-Festival muss frischer scharfkantiger Sand antransportiert werden. Nur dieser Sand gewährleitet dann in Kombination mit der ‚Überdachung‘ in Zelten, eine fast unbegrenzte Lebensdauer.

Die Entstehung einer Sandskulptur beginnt damit, daß zunächst Sandblöcke gepresst und gestapelt angeordnet werden. Dabei muss der Sand ein gewisses Maß an Feuchtigkeit besitzen. In Kombination mit der gepressten Form wird er dann zu einem bearbeitbaren und formbaren ‚Material‘. Bei der Erstellung und Gestaltung nutzen die Künstler einfache Handwerkszeuge: Eine Schaufel wird zum Formen und Bewegen des Sandes benutzt, eine Säge zum exakten Zerteilen von Abschnitten der Skulptur sowie eine Handschippe zur Modellierung der Formen. Sogar Skalpelle kommen zum Einsatz für die filigrane Gestaltung der Motive. Mit der Anwendung von Pinsel gelingt es dann den Künstlern, ihren Skulpturen eine fließende und geschmeidige Form zu geben.

Festival der Sandskulpturen: der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Die handwerkliche Gestaltung und Errichtung der Sandformen ist das eine. Vor allem kommt es aber auf ein hohes Maß an Kreativität, künstlerisches Geschick und grenzenloser Fantasie und Vorstellungskraft der Schaffenden an, bevor so ein beeindruckendes Motiv entsteht. Eine Hilfestellung und Inspiration für die Gestalter (auch Carver‘ genannt), bietet das jährlich wechselnde Motto der Sandskulpturen-Ausstellung. Themen-Überschriften wie z.B. ‚Einmal um die ganz Welt‘, ‚Liebe zur Musik‘, ‚Faszination Natur‘, ‚Film und Fernsehen‘, sowie ‚Märchen der Gebrüder Grimm und andere‘ sind nur ein Auszug der Festivalhistorie. Im Jahr 2020 steht das Motto unter der Überschrift ,Die Bibel. Ihre Geschichten und Geheimnisse‘.

Weltrekord für die höchste Sandburg geht 2019 nach Binz

Dabei war es nicht der erste Versuch ins Guinness Buch der Rekorde zu gelangen. Schon 2017 scheiterten die ausführenden Carver kurz vor Vollendung der Burg, die 3 Tage vor Fertigstellung leider auseinanderbrach. Aus den Fehlern der Vorjahre gelernt, verbreiterten die extrem motivierten Teilnehmer/Erbauer aus 7 Ländern das Fundament entscheidend und benutzten deutlich mehr Sand (in Summe ca. 11 Tausend Tonnen), um die Standfestigkeit zur erhöhen. Die Mühe hat sich gelohnt: Am 5. Juni 2019 wurde das offizielle Messergebnis vom extra aus London angereisten Juror des ‚Guinness World Records‘ Herrn Pravin Patel bestätigt. Die Weltrekord Höhe von 17,66m für die höchste Sandburg geht ins Ostseebad Binz auf der Insel Rügen.

Und hier noch die genaue Adresse des Ausstellungsgeländes: Festwiese Binz, Proraer Chaussee 15, 18609 Binz. Sie erreichen das Skulpturen-Gelände nach einem Spaziergang über den Hinterausgang der Pension ANKER direkt entlang des Rundweges am Schmachter See. Danach einfach in Richtung Ortsausgang von Binz halten, Richtung Sassnitz.

Lorem ipsum